Was ist Moderation?

  • Moderation ermöglicht den effek­ti­ven und zielorientierten Aus­tausch in Gruppen.
  • Moderation erfordert Methoden­kompetenz, Selbstreflexion, Haltung und Mut.
  • Moderation stellt einen Kontrast zur klassischen Gesprächsleitung dar, denn die Gruppe steht im Zentrum.
  • Moderation ist ein Weg (eine Methode), um Gruppen bei der Erarbeitung von Themen und dem Finden von Lösungen zu unterstützen und zu begleiten.

Funktionen der Moderation

  • Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • „Hebammenfunktion“ für neue Ideen und Lösungen
  • Einbindung aller Teilnehmenden (auch stille / zurückhaltende) in Diskussionen
  • Einbezug individueller Ressourcen, Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Teilnehmenden
  • Anregung der Kreativität der Beteiligten
  • Vernetzung von Beteiligten und Schaffung von Akzeptanz für gefundene Lösungen

Aufgaben der Moderation

Moderation....

…ist bemüht, Ge­sprächs­teilnehmende miteinander ins Gespräch zu bringen.
…bewertet und kommen­tiert nicht, sie hört zu, fragt nach und steuert den Prozess.
…ist inhaltlich zurück­haltend, agiert unauffällig und behält den roten Faden in der Hand.
…wählt die passenden Methoden und Interventionen aus.
…stellt sicher, dass Rederecht gleichmäßig verteilt ist und Redezeiten eingehalten werden.
…begegnet Gesprächsteilnehmenden auf Augenhöhe.
…schafft Transparenz und fördert den Gruppenzusammenhalt.
…hat die Hauptverantwortung für Planung, Gestaltung und Durchführung der Diskussion. Die Gruppe trägt die Verantwortung für die inhaltliche Qualität der Ergebnisse.

Die Trainerin als Moderatorin

Die sechs (acht) Phasen der Moderation​

Grobkonzept, Analyse der Teilnehmenden, Auswahl und ggf. Vorbereitung von Methoden und Material, ggf. Versand von Vorbereitungsunterlagen an die Teilnehmenden…

Begrüßung, Vorstellung des Themas und der Teilnehmenden, Vorstellung der Moderation(-srolle), Abfrage der Erwartungen, ggf. Festlegung der Kommunikationsregeln Schaffung einer angenehmen Atmosphäre, Einstiegsmotivation…

Die inhaltliche Arbeit beginnt, offene Sammlung von Themen, Vorstellung des „Stands der Dinge“ (bisherige Ergebnisse), ggf. Festlegung einer Reihenfolge…

Auswahl der Themen, die durch die Gruppe bearbeitet werden, strukturieren und gewichten, Fokus finden…

Diskussion der Themen, Ideen und Lösungsvorschläge prüfen, bewerten, priorisieren und konkretisieren, Ergebnis finden…

Gefundene Lösungen in die Umsetzung bringen: Visualisierung, Maßnahmen planen, Details festhalten, Verantwortlichkeiten klären, Fristsetzung…

Rückblick, Fazit, Feedback, Ausblick, Dank & Verabschiedung…

Evaluation und Dokumentation: Ergebnisprotokoll, Zusammenfassung offener Punkte / Fragen…

Meine Moderations-Werkzeuge​

  • Meine eingesetzten Techniken und Methoden orientieren sich stets an den Bedürfnissen, Vorkenntnissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden
  • Widerstand gegen eingesetzte Methoden nehme ich ernst und halte Alternativen bereit
  • Materialien und Methoden setze ich gezielt ein: sie sind ein Hilfsmittel, kein Selbstzweck
  • Ich bin jederzeit gut vorbereitet, mein Moderationskoffer ist immer gut befüllt und einsatzbereit
Moderationskoffer

Weiterführende Literatur und Quellen

Graeßner, G. (2013): Moderation – das Lehrbuch. Gruppensteuerung und Prozessbegleitung. Ziel – Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen GmbH Augsburg, 2. überarbeitete Auflage.

Malorny, C.; Langner, M. A. (2007): Moderationstechniken. Werkzeuge für die Teamarbeit. Carl Hanser Verlag München. 3. Auflage.

Seifert, J. W. (2012): SixSteps Moderationstraining nach dem Moderationszyklus

Strötges, G. S. (2012): Moderation. Grundlagen und aktivierende Methoden für die Praxis. Cornelsen Berlin, 1. Auflage.

von Kanitz, A. (2016): Crashkurs Professionell Moderieren. Haufe-Lexware GmbH Freibu